1998 – 2008

 10 JAHRE

 

10 Jahre Recyclingcenter MUNSBACH:

Bilanz einer erfolgreichen interkommunalen Einrichtung

 

 

 

Als im Mai 1998 das Recyclingcenter MUNSBACH seine Tore für die Besucher öffnete, hofften die verantwortlichen Schöffenräte in den 4 Syrdall-Gemeinden CONTERN, NIEDERANVEN, SANDWEILER und SCHÜTTRINGEN auf eine positive Resonanz in der Bevölkerung. Heute, zum 10. Geburtstag dieser interkommunalen Einrichtung, kann sich die Bilanz sehen lassen. Mit dem Recyclingcenter MUNSBACH ist ein beliebter Treffpunkt entstanden, dessen regelmäßiger Besuch für die meisten Bewohner dazugehört, so wie der Weg in den Super- oder den Baumarkt.

Der Erfolg spiegelt sich in den Besucherzahlen und den Sammelergebnissen wieder:

Zutrittszahlen

Lag in den ersten 12 Monaten nach der Inbetriebnahme die Zahl der registrierten Zutritte noch bei knapp 25.000 (bei damals etwa 5.000 Haushalten), so konnten im Jahr 2007 schon 47.715 Zutritte (bei ca. 5.700 Haushalten) verzeichnet werden. Damit haben sich die Zutrittszahlen fast verdoppelt. Durchschnittlich zählt das Recyclingcenter MUNSBACH pro Öffnungstag nun 189 Zutritte (im ersten Jahr waren es noch 87 Zutritte pro Tag). An den Zutritten beteiligt sind auch rund 260 Betriebe, die auf Grundlage einer Nutzungsvereinbarung das Recyclingcenter nutzen dürfen.

Erfasst werden die Zutritte auf elektronischem Weg. Jeder Haushalt in den angeschlossenen Gemeinden bzw. jeder angeschlossene Betrieb verfügt über mindestens eine Kundenkarte. Mit dieser kann die vorhandene Schranke am Eingang geöffnet werden, wobei das System den Zutritt registriert.

Bei näherer Betrachtung der Anteile der Gemeinden fällt auf, dass in allen eine Steigerung der Zutritte feststellbar ist. Die Unterschiede bei der Besuchshäufigkeit liegen dabei in der räumlichen Entfernung begründet. Die Haushalte aus den Gemeinden SANDWEILER und CONTERN fahren das Recyclingcenter vorwiegend dann an wenn das Auto gut gefüllt ist, wogegen für Haushalte aus den Gemeinden SCHUTTRANGE und NIEDERANVEN der Weg eher einmal am Recyclingcenter vorbeiführt.

Abgegebene Mengen

Die Menge der erfassten Wert- und Problemstoffe stieg von rund 1.100 Tonnen in den ersten 12 Monaten auf jetzt 2.618 Tonnen im Jahr 2007. Bezieht man die abgegebenen Mengen auf jeden Einwohner, so stieg diese von durchschnittlich 83 kg pro Jahr auf jetzt 174 kg pro Jahr. Damit hat sich die abgegebene Menge pro Einwohner mehr als verdoppelt.


Wie schon erwähnt werden die Abgabemöglichkeiten des Recyclingcenters MUNSBACH auch von den Klein- und Mittelbetrieben genutzt, welche auf dem Gebiet bzw. in einer der Handels- und Industriezonen der 4 angeschlossenen Gemeinden ansässig sind. Um eine geregelte Benutzung unter klar definierten Bedingungen zu gewährleisten, schließt das Recyclingcenter mit den interessierten Betrieben entsprechende Nutzungsvereinbarungen ab. Auf dieser Grundlage können die Betriebe ihre überwiegend gut verwertbaren Abfälle sowie Kleinmengen an Problemstoffen im Recyclingcenter abgeben.

Gleichzeitig erweist sich die grundlegende Entscheidung als richtig die Abfälle möglichst in sortenreine Fraktionen zu unterteilen, denn Rohstoffe sind weltweit gefragter denn je und mithin auch immer wertvoller. So konnten die Betriebskosten pro Einwohner von 28,70 € (nach heutiger Kaufkraft) auf 24,80 € gesenkt werden, obwohl sich die eingesammelten Mengen mehr als verdoppelt haben. Abgezogen davon können noch die Einsparungen gegenüber den klassischen Entsorgungswegen der Abfälle, welche sich auf 12,40 € pro Einwohner belaufen. Im Ergebnis steht den Bürgerinnen und Bürgern das Recyclingcenter für nur rund 1 € pro Monat, an 5 Tagen die Woche zur Verfügung.

Grundlagen des Erfolges

Die Gemeinden CONTERN, NIEDERANVEN, SANDWEILER und SCHUTTRANGE haben sich vor über 10 Jahren zusammengefunden, um ihre kommunale Abfallwirtschaft stärker auf die Vermeidung von Abfällen, die Wiederverwendung gebrauchter Konsumgüter und die möglichst optimale Verwertung der Sekundärrohstoffe auszurichten.

Neben der Eröffnung des Recyclingcenters MUNSBACH, als zentrales Element im Bürgerservice, wurden eine ganze Reihe von Änderungen herbeigeführt:

-                  Einführung der Biotonne und Beitritt zum MINETT-Kompost-Syndikat in allen Gemeinden.

-                  Einführung des Sperrmülltelefons und der monatlichen Sammlung auf Abruf in den Gemeinden CONTERN, NIEDERANVEN und SCHUTTRANGE.

-                  Einführung einer monatlichen Holsammlung für farbgemischtes Hohlglas und gemischtes Altpapier in den Gemeinden CONTERN, NIEDERANVEN und SANDWEILER.

-                  Neufassung der Abfallreglemente in den Gemeinden CONTERN, SANDWEILER und SCHUTTRANGE.

-                  Änderung der Abfalltaxenreglemente mit finanziellen Vorteilen bei stärkerer Nutzung der Vermeidungs- bzw. Verwertungsangebote in allen Gemeinden.

-                  Getrennte Sammlung des Grasschnitts und Verarbeitung in einer Biogasanlage in Schrassig zur energetischen Nutzung des produzierten Biomethans.

-                  Monatliche Abholdienste auf Abruf für schwere Elektrogeräte aus Privathaushalten, welche den Transport nicht selbst organisieren können.

Ganz wesentlich ist dass Prinzip, das weniger Restmüll auch niedrigere Abfalltaxen pro Jahr bedeuten. Damit soll die hohe Motivation aller Besucher des Recyclingcenters stets mit einer finanziellen „Belohnung“ verbunden sein.

Allein damit lässt sich der stetig wachsende Erfolg des Recyclingcenter jedoch nicht erklären. Äußerst bedeutsam ist die Attraktivität der Einrichtung. Neben der Sauberkeit, dem äußeren Erscheinungsbild, dem Zutritt ohne Wartezeiten, trägt auch der integrierte Second-Hand-Shop dazu erheblich bei. Von Beginn an entwickelte sich jener zu einem regionalen Treffpunkt und einer gut besuchten Tauschbörse.

Nicht vergessen werden sollen das Recyclingcenter-Team und das Betriebsmanagement der CCN, welches den Kunden hilfsbereit mit Rat und Tat zur Seite steht und stets dafür sorgt, dass eben auch das „Ambiente“ stimmt. Gerade auch die kreative, saisonabhängige Gestaltung der Eingangszone mit Recyclingmaterialien findet viel Anklang bei den Besuchern.

Im Informationsbereich werden regelmäßig Aktionen und Ausstellungen zu umweltrelevanten Themen präsentiert. Dazu zählen Aktivitäten mit Schulklassen aus den 4 Gemeinden, Vorstellung von Getränken und Lebensmitteln aus regionaler Produktion, welche zum Teil in Mehrweggefäßen zu kaufen sind, Ausstellungen mit umwelt- und gesundheitsschonenden Produkten oder Techniken, Organisation von Kinderfesten, usw.

Das Recyclingcenter Munsbach ist zu einem unverzichtbaren Bestandteil der abfallwirtschaftlichen Maßnahmen der 4 Trägergemeinden geworden. Zusammen mit der flächendeckenden Einführung der Bio-Tonne, der Sperrmüllabfuhr mit anschließender Aussortierung der verwertbaren Anteile sowie regelmäßiger Abholdienste für Glas, Papier, Altkleider und große Elektrogeräte, wurden so die Voraussetzungen geschaffen, dass alle Haushalte der 4 Gemeinden ihre Restmüllmengen aktiv reduzieren können.

Kontakt:    Claude MARSON (Präsident des Überwachungsgremiums, 1. Schöffe der Gemeinde SCHUTTRANGE)
Tél.: 621 – 685 385

                Raymond FAHA (Betriebsmanagement, CCN s.a.)
Tél.: 621-287 450

                Christian BEHMEL (Betriebsmanagement, CCN s.a.)
Tél.: 621-149 744

Anlage:     Statistiken und Kurzbeschreibung des Recyclingcenter MUNSBACH

 

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