Gar nicht kompliziert: Klimaschutztipps für den Alltag

Wie Sie jeden Tag Energie und Geld sparen können.

 

Klimaschutz geht alle an, somit sind auch alle im Bereich ihrer Möglichkeiten gefordert. Klimaschutz beginnt im Kleinen und ist kinderleicht. Bereits wenige Handgriffe schonen Klima und Portemonnaie nachhaltig. Und: Klimaschutz und Komfort sind kein Widerspruch!

 

So werden auch Sie Klimaschützer/in:

 

 

CO2 einsparen im Verkehr

 

-        Autos gehören zu den Großproduzenten von Klimagasen. Fahren Sie daher weniger mit dem Auto. Gehen Sie zu Fuß, fahren Sie mit dem Fahrrad, benutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel. Jeder nicht gefahrene Auto-Kilometer spart rund 0,4 kg CO2.

-        Vermitteln Sie Ihren Kindern dass zu Fuß gehen und Fahrradfahren Spaß macht und dass es ein Teil ihrer Selbständigkeit ausmacht. Die meisten Kindern gehen gerne zu Fuß zur Schule nach dem Motto ‚Ech sinn grouss – ech ginn zu Fouss’

-        Eine energiesparende Fahrweise trägt zur Senkung des CO2-Ausstoßes bei. Stellen Sie an Verkehrsampeln, die auf Rot stehen, ihren Motor aus. Das lohnt sich schon bei sieben Sekunden Wartezeit. Achten Sie auf den richtigen Reifendruck Ihres Wagens und fahren Sie vorausschauend, gleichmäßig und niedertourig.

-        Wenn Sie ein Auto kaufen, wählen Sie eins mit sehr niedrigem Spritverbrauch
 (< 5="" liter/100km="" resp.="">< 120="">2/km).

-        Flugverkehr ist ein Klimakiller erster Ordnung. Ein Flug Luxemburg-Berlin produziert ungefähr vier mal soviel CO2 wie eine Bahnfahrt. Da helfen auch keine sogenannten ‚CO2-Kompensierungsangebote’.

-        Fahren Sie in den Urlaub mit der Bahn.

 

 

Besonders viel CO2 lässt sich im eigenen Haushalt einsparen. Und das mit wenig Aufwand:

 

-        Kühl- und Gefriergeräte sind die Stromfresser im Haushalt. Wer beim Neukauf ein Gerät der Klasse A++ wählt, kann viel CO2 und Geld sparen. Klimabündnisgemeinden geben Haushalten Prämien beim Kauf eines energiesparenden Gerätes! Sparsame Haushaltsgeräte finden Sie unter http://www.ecotopten.de/start.php

-        Wichtig ist auch der Standpunkt des Kühlschranks: Direkt neben Heizung, Herd oder Geschirrspüler hat er nichts zu suchen.

-        Stellen Sie Ihren Kühlschrank nicht zu kalt ein! Eine Temperatur von fünf bis sieben Grad Celsius ist völlig ausreichend.

-        Eine effiziente Waschmaschine kann über 35 Euro im Jahr sparen. Dabei gilt: Je geringer Waschtemperatur und Waschdauer, desto weniger Strom wird insgesamt verbraucht. Nur stark verschmutze Wäsche braucht es heißer als 40°C. Effizient waschen bedeutet auch, das Trommelvolumen voll zu nutzen.

-        Das Waschprogramm ½ meint übrigens nicht die halbe Wassermenge, sondern die halbe Wäschemenge und spart deshalb auch keinen Strom! Zweimal das Sparprogramm ½ zu verwenden, verbraucht mehr Strom und Wasser als einmal das Standardprogramm. Tipps zu sparsamen Geräten:

-        Wäschetrockner verbrauchen doppelt so viel Energie wie eine Waschmaschine bei gleicher Wäschemenge. Deshalb die Wäsche möglichst im Raum oder an der frischen Luft trocknen lassen.

-        Der Wechsel zu einem grünen Stromanbieter, der auf Kohle und Atom verzichtet, ist denkbar einfach und preiswerter als meistens angenommen.

-        Der Austausch einer herkömmlichen Glühbirne durch eine Energiesparlampe spart pro Jahr 65 Kilogramm CO2.

-        Ohne den Modus "Stand-by" an Elektrogeräten würden allein in Deutschland zwei Kraftwerke gespart. 70 Prozent seines Stroms verbraucht beispielsweise ein Computer im Stand-by-Modus. Besonders hoch ist der Energieverbrauch des Bildschirms. Deshalb: elektrische Geräte immer vollständig ausschalten - mit einer ausschaltbaren Mehrfachsteckdose ist das besonders leicht. Ziehen Sie Ladegeräte aus der Steckdose, sobald Handy, elektrische Zahnbürste, Laptop & Co. aufgeladen sind.

-        Schalten Sie Ihren Bildschirm und PC vor längeren Arbeitspausen aus. Aktivieren Sie an Ihrem Computer den Energiesparmodus und vermeiden Sie bunte „Bildschirmschoner“. Bildschirmschoner sind keine Energiesparer!

-        Profis kochen auf Gasherden. Ein Gasherd hat aufgrund seiner besseren und schnelleren Regelbarkeit große Vorteile gegenüber einem Elektroherd. Außerdem sprechen eine geringere Klimabelastung und niedrigere Energiekosten für einen Gasherd. Moderne Gasherde und -backöfen sind zudem ebenso komfortabel zu nutzen wie Elektroherde.

-        Beim Kochen gilt: Deckel auf den Topf! Kochen ohne oder mit undichtem Deckel erhöht den Energiebedarf. Außerdem sollte der Topfboden mit der Größe der Platte oder Flamme übereinstimmen. Ist der Topf zu groß, verlängert sich die Kochzeit. Ist er zu klein, geht Wärme und damit Energie verloren.

-        Viele Gebäude verlieren ein Drittel der Heizwärme durch schlecht gedämmte Außenwände. Regelmäßiges Stoßlüften spart Heizenergie gegenüber dauerhaft gekippten Fenstern. Nachts die Heizung nicht komplett abschalten, nur herunterregulieren. Ein ausgekühlter Raum benötigt bei erneuter Erwärmung einen höheren Heizwasserdurchfluss.

-        Setzen Sie in Ihrer Dusche effiziente Brauseköpfe mit einem Durchsatz von sechs bis neun Litern Wasserdurchlauf pro Minute ein. Viele Modelle lassen mehr als doppelt so viel Wasser durch.

-        Ein tropfender Wasserhahn (zehn Tropfen pro Minute) verschwendet im Jahr mehr als 2000 Liter Wasser. Wassersparen ist auch Energiesparen!

 

 

Klimaschutz beginnt schon beim Einkauf:

 

-        Kaufen sie Bio und achten Sie auf saisonale und regionale Ware. Und schon sieht die CO2-Bilanz viel besser aus.

-        Mehr Gemüse, weniger Fleisch - Die "Produktion" von Fleisch verursacht eine erhebliche Menge CO2

-        Entscheiden Sie sich beim Einkauf bewusst für Obst und Gemüse aus der Region.

-        Fertiggerichte als Tiefkühlkost ist sehr ‚energiebeladen’.

-        Kaufen Sie keine Produkte mit überflüssiger Verpackung. Und auch Mehrweg ist Klimaschutz

 

 

Auch beim Hausbau gilt: Setzen sie auf Klimaschutz!

 

-        Bei einem Neubau ist die Niedrigenergie-Bauweise unerlässlich. Besser noch ist ein Passivhaus, das noch weniger Energie benötigt. Die reduzierten Heizkosten wiegen etwaige Mehrkosten beim Bau in wenigen Jahren auf. Der Staat hilft finanziell bei diesen Häusern.

-        Für den Altbau gilt: Mit wenig Aufwand viel Energie sparen. Dämmen Sie ihr Haus gegen Wärmeverluste. Damit Sie wissen, wo Sie anfangen können, lassen Sie einen Energiepass erstellen. Der Staat gewährt Subventionen für die Sanierung.

-        Lassen Sie auf dem Dach Ihres Hauses eine Solaranlage bauen oder kaufen Sie Anteile von Solaranlagen in Ihrer Gemeinde. Solaranlagen werden staatlich gefördert.

-        Schalten Sie im Sommer Ihre Heizungspumpe von Hand oder über die Heizungsregelung aus. Die Heizungspumpe gehört durch ihre lange Betriebszeit zu den größten Stromverbrauchern im Haus.

 

 

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